Predigt ("Wie sollen sie aber hören?") (2)

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Notes
Transcript

Einleitung

Seit 2016 treibt mich ab und zu ein Gedanke umher, der mich immer wieder zum Nachdenken bringt, und mich oft auch betrübt.
Es geschieht oft, wenn ich in großen Menschenmassen stehe. In der Dortmunder Thiergallerie, im Köllner Stadtzentrum oder in der Metropole Londons.
Ich halte kurz inne und versuche in so viele Gesichter wie möglich zu blicken und versuche zu erkennen, ob sie Kinder Gottes sind, oder eben nicht.
Natürlich ist das nicht äußerlich zu erkennen, aber oft, so meine ich, haben Kinder Gottes ein fröhlicheres Gesicht.
Was ich aber sehe sind leere Gesichter. Gesichter ohne Hoffnung, ohne Zuversicht. Gesichter die Schuldverzerrt sind, Gesichter die tot ins leere starren.
Es sind Menschen aus allen Nationen in Europa, das wäre vor 100 Jahren noch unmöglich gewesen. Und da laufen sie alle an mir vorbei, wenige, die kurz zurück schauen, viele, die trotz der großen Masse einsam sind.
Aber das ist es nicht, was mich vordergründig betrübt.
Das was mich so bewegt ist eine Frage, die ich mir stelle, wenn ich diese Menschen vor mir sehe.
Die Frage ist: “Sind diese Menschen gerettet”, bzw. “werden sie gerettet werden?”
Wenn ich Rettung meine, dann meine ich die Rettung vor dem schrecklichen Tag des Herrn, der bald kommen wird, wo Gott als Richter alle Menschen richten wird nach ihren Werken. Dieser Tag, dieser Gerichtstermin ist schrecklich, denn wenn Menschen nach ihren Werken gerichtet werden, so sagt die Bibel, das Wort Gottes, werden sie für ewig in den Feuerofen geworfen, wo das Heulen und Zähneknirschen sein wird. (Mt 13,42;50; 22,13; 24,15; 25,30; 8,12; Lk 13,28).
Die Bibel macht klar, dass Gott gerecht und heilig ist und dass Gott nur die in seinem Reich wohnen lassen kann, die auch gerecht und heilig sind, denn in Gottes gegenwart stirbt alles sofort, das Unrein ist. (Jesaja 6,5)
Die Bibel macht auch klar, dass wir Menschen in unserem natürlichen Zustand unrein, unheilig und ungerecht vor Gott sind.
Es gibt faktisch keinen Menschen, der Gerecht vor Gott ist, alle sind Verdammt, das ist das vernichtende Urteil, das schon über den natürlichen Menschen ausgesprochen ist. Egal wie gut du denkst zu sein, eine einzige Übertretung des heiligen Gebotes braucht es, um ungerecht vor Gott zu stehen.
Aber in diese vermeintlich vollendeten Tatsachen hinein kommt das Evangelium ins Spiel.
Das Evangelium bedeutet: Gute Nachricht oder frohe Botschaft.
Aber wo es eine gute Nachricht gibt, muss es zuerst eine schlechte gegeben haben und die habe ich eben genannt: Alle Menschen sind aufgrund ihrer rebellischen Werke gegen Gott für immer Verdammte.
Gibt es eine Lösung? Gibt es eine Erlösung? Gibt es Hoffnung für uns Menschen?
Da kam, zur Gott bestimmten Zeit, der Retter durch eine Jungfrau auf die Welt, der Sohn Gottes, äußerlich als Mensch gesehen, aber Gott zugleich.
Er lebte ein volkommen gerechtes Leben, er war makelos, Gott Wohlgefällig, er war nicht wie die Menschen Adams, er vertraute Gott, er war Gott gehorsam, er war der Sohn Gottes, den Gott von Ewigkeit her liebte in einer so engen Beziehung die wir uns nicht mal erahnen können.
Und was macht Gott Vater mit ihm?
Er erhebt seine Hand gegen seinen eigenen Sohn, er schlägt Ihn, er entlädt seinen heiligen Zorn über Ihn, er führt Ihn den ungerechten Menschen vor und lässt Ihn verspotten, er schlägt ihn ans Kreuz und lässt ihn körperliche Qualen erleiden und dann verlässt er ihn und lässt ihn einsam und allein zurück - kannst du dir das vorstellen, so mit deinem Kind umzugehen? Was für ein Skandal! Was für ein grausames Bild!
Wieso macht der Vater das und wieso lässt der Sohn es mit sich machen?
Es gibt eininges dazu zu sagen aber um es kurz zu fassen: Damit wir, die Ungerechten, eine Gerechtigkeit von Gott empfangen, um nicht verurteil zu werden, sondern das ewige Leben mit Ihm zu erben.
Das war der Weg: Er gab sein liebstes, damit wir zurück zu Ihm gebracht werden. Was für eine Gnade!
John 3:16 SLT
16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
Glaubst du das?
Nochmal zurück zu der Menschenmenge, die ich eingangs erwähnte:
Wie werden diese Menschen gerettet?
Meine heutige Predigt, passend zum Anlass, habe ich betitelt mit: Rettung für alle! Was braucht es dazu?
Was braucht es, damit Menschen gerettet werden?
Den heutige Predigttext finden wir im Römerbrief und ich will euch jetzt einladen, gemeinsam diesen Text zu lesen, wir finden ihn in Römer 10,12-15.
Romans 10:12–15 SLT
12 Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, 13 denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. 14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? 15 Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«
Lasst uns aufstehen und beten!

Hauptteil

Erklärung:
Im Römerbrief legt Paulus den Christen in Rom dar, wie er das Evangelium von Jesus Christus predigt, mit dem Ziel, sie dazu zu bewegen, Ihn in seiner Reise nach Spanien zu unterstützen, damit die Menschen dort, die noch nie das Evangelium gehört haben, davon hören.
Kapitel 1 - 3,20 ist die schlechte Botschaft - alle sind Schuldig vor Gott, sowohl Juden als auch alle anderen.
Kapitel 3,21 - 5,21 ist die frohe Botschaft - Gott schafft für uns Menschen einen Weg der Gerechtigkeit, der nicht aus unseren Werken kommt, sondern es ist seine Gerechtigkeit die er durch die Sühne Jesu Christi für die Anrechnet, die Ihm vertrauen.
Kapitel 6 - 8 ist die frohe Botschaft in Aktion - hier zeigt sich, wie die Gerechtsprechung dazu führt, dass die nun Gerechten ein leben in gerechten Werken leben können - das siegreiche Leben - es ist Möglich in Christus!
Der Abschnitt in dem wir uns befinden ist Kapitel 9-11. Hier geht Paulus der Fragestellung nach, ob es einen anderen Weg der Rettung für die Juden gibt als für den Rest, bzw, warum so viele Israeliten Jesus als Messias verworfen haben und was das genau für sie als Volksgruppe bedeutet.
Ich versuche kurz den Gedankenfluss zusammenzufassen:
Paulus argumentiert von Kap 9 bis hin zu unserem Textabschnitt, dass nicht alle Israeliten das wahre Israel sind.
Er argumentiert, dass der Weg der Erretung für Israeliten der gleiche ist, wie für die Heiden.
Er argumentiert, dass die Israeliten zwar für Gott eifern, aber sie eifern nicht rechtmäßig, weil sie sich nicht der Gerechtigkeit, die in Christus zu finden ist unterwerfen, sondern sie leben dem Fleisch nach und wollen selbstt für ihre Gerechtigkeit sorgen.
Demnach gibt es nur einen Weg, um gerettet zu werden: Der Glaube an Jesus Christus - egal ob man nun Jude ist, oder Nicht-Jude. (siehe vers 12)
Es gibt nur einen Weg, weil es auch nur den einen wahren Gott gibt, und dieser Gott ist Gott aller Menschen.
Es gibt also nur einen Herrn, und das ist der Herr Jesus Chrisuts, der Reich ist an Güte, Gnade und Barmherzigkeit und Ihn muss man anrufen, bzw. auf Ihn muss man sich berufen, um gerettet zu werden. (siehe vers 13)
Er zitiert aus dem Propheten Joel (Joel 2,32 / bzw Joel 3,5)
Dieser Kontext schwierig einzuordnen.
Betonung für Paulus ist sicher das Wort “jeder” um damit zu bezeugen, dass es sich um alle Menschen handelt.
Hier beginnt eine rhetorische Fragekette, die Paulus bewegte. Was braucht es um gerettet zu werden?
Es ist eine Kette aus 5 Gliedern, das sind auch meine 5 Punkte für die Predigt.
Sie beginnt in Vers 13 mit dem Wort “anrufen” und endet in Vers 15 mit dem Wort “ausgesandt”.
Er geht hier der Logik nacht, wie Menschen aller Nationen, Völker und Sprachen vor dem schrecklichen Tag des Herrn gerettet werden.
Dabei fängt er beim letzten Kettenglied an und hört beim ersten auf.

5.Kettenglied: Zur Rettung braucht es den Anruf.

(siehe Ende von Vers 13)
Erklärung:
Anruf, bzw. Berufung in dem Sinne, ist ein Gebet, das von dem Bedürfnis der Rettung ausgeht und sich an Jesus Christus richtet, der fähig und willens ist, zu antworten. Das ist eine klare Aussage!
Veranschaulichung:
In der Bibel treffen wir die Geschichte des blinden Bartimäus, der am Straßenrand sitzt und um Heilung schreit. Trotz der Menschenmenge, die ihn zum Schweigen bringen will, ruft er lauter: ‚Jesus, Sohn Davids, erbarm dich meiner!‘ - das Herz eines jeden, der um Hilfe bei Jesus fleht, ist nie verloren.
Anwendung:
Hast du schon um Hilfe gerufen? Jesus hat sich Bartimäus zugewandt und ihn geheilt - er ist reich genug, um sich auch dir zuzuwenden.
Denken wir wieder an alle Menschen:
Wie kommt sie dazu, den Herrn Jesus anzurufen? Was braucht es dazu?
Diese Frage stellt sich Paulus und kommt damit zum nächsten Kettenglied, indem er rhetorisch fragt:
Römer 10,14 (SLT)
14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben?

4.Kettenglied: Zum rettenden Anruf braucht es den Glauben.

Erklärung:
Um bei Jesus um Hilfe zu rufen, muss man glauben, dass er helfen kann. Man muss sich ihm vertrauensvoll zuwenden. Das eine hängt mit dem anderen zusammen.
Veranschaulichung:
Ein kleines Kind stolpert und fällt. Während es aufsteht, schaut es zu Mutter hinauf, die mit offenen Armen steht. Das Kind weiß, dass die Mutter da ist, um es aufzufangen und zu helfen.
Anwendung:
Weißt du, dass der Vater im Himmel mit offenen Armen dasteht um zu helfen? Gott will, dass du Jesus vertraust, deswegen hat er viele Dinge durch die Propheten voraussgesagt, damit wir in den Erfüllungen dieser Dinge lernen zu verstehen, dass Gott nie sein Wort bricht und das alles eintrifft was er sagt, und dass seine Gedanken gute Gedanken sind, zum Heil und nicht zum Schaden.
Denken wir wieder an alle Menschen:
Wie kommt man dazu, Jesus zu glauben? Was brauch es, damit sie glauben?
Diese Frage stellt sich Paulus und kommt damit zum nächsten Kettenglied, indem er rhetorisch fragt:
Römer 10,14 (SLT)
Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?

3.Kettenglied: Zum Glauben braucht es das Hören.

Erklärung:
Man kann jemandem nicht vertrauen, von dem man nicht gehört hat.
Unser Gehör dient als Empfänger von Information, die durch Schallwellen an uns herangetragen wird.
Man muss also das Evangelium gehört haben, um dem gesagten zu vertrauen.
Ohne zu Hören gibt es keinen rettenden Glauben.
Um es nocheinmal expliziter auszudrücken:
Wenn jemand die Information die das Evangelium beinhaltet nicht empfängt, kann es nicht zum Glauben kommen der zur Rettung führt.
Veranschaulichung:
Die Bibel erzählt die Geschichte von den Hirten, die die Ankunft Jesu verkündet bekommen. Was wäre, wenn sie diese Botschaft nie gehört hätten? Diese gute Nachricht würde in der Dunkelheit verborgen bleiben. Sie steht für all die Menschen, die in ihrem Alltag leben, ohne je zu erfahren, dass Frieden und Freude auf sie warten. Wie viele Menschen sind um uns herum, die die gute Botschaft nie gehört haben?
Anwendung:
Warst du schon einmal im Jemen? Im nördlichen Teil Jemes leben ca. acht millionen Menschen.
Weißt du, wie viele gläubige Christen es in diesem Teil der Welt gibt?
Zwanzig bis dreißig.
Von 8 millionen Menschen, eine Einwohnerzahl von ganz Niedersachsen.
Selbst einige unserer Gemeindehauskreise, die ja nur kleine Zellen der gesamten Gemeinde sind, haben mehr Gläubige als die Gesamtanzahl an Christen im nördlichen Jemen.
Das ist ein Problem.
Es ist ein Problem, weil millionen von Menschen in Nord-Jemen so keinen Zugang zum Evangelium haben können.
Und das nördliche Jemen ist nur ein kleiner Bruchteil von millionen und abermillionen von Menschen auf der ganzen Welt, die zur Welt kommen, leben und sterben, ohne auch nur EINMAL das Evangelium gehört zu haben.
Solche Menschen nennen wir in der Christenwelt die “Unerreichten”.
Von diesen millionen von Menschen macht ein ganz großer Bruchteil die muslimsche Welt aus.
(Frontier Peoples | Joshua Project)
Joshua Project führt eine Statistik an, die zeigt, wie viele Menschen als wirklich Unerreicht gelten. Sie nennen diese Menschen “Grenz-Gruppen” (Frontier People Groups).
Es sind noch 4.833 Volksgruppen, eine Anzahl von etwa 2.059.267.000 Menschen, das sind 25,5% der Weltbevölkerung, also fast 1/3 der Menschheit, die in unserer Generation das ganze Leben durchleben, ohne auch nur einmal vom Evangelium gehört zu haben.
Wir reden vom zweiten Kommen Christi, die hälfte der Welt hat nicht mal vom ersten Kommen gehört.
Oswald J. Smith (November 8, 1889 – January 25, 1986)
Die Konsequenz für die Unerreichten anhand der Fragekette von Paulus ist klar: Sie können nicht gerettet werden, weil sie nicht hören.
Ist dir das bewusst? Die Menschen da draußen gehen verloren, nicht unbedingt weil sie nicht hören wollen, sondern vorrangig weil sie nie gehört haben.
Ich hoffe, dass dein Herz nicht so kalt ist, dass du bei diesen Tatsachen kein Schmerz empfindest, keine Träne vergießt und du keine Mühsal kennst!
Kennen wir Jesu Herz? Wie er die Tische und Stühle im Vorhof des Tempels umstoß und die Verkäufer vertriebt, weil die Heiden nicht mehr in den Vorhof des Tempels kamen wegen der Räuberhöhle die daraus gemacht wurde. Wie es sein Herz zeriss, als er die Menschenmenge ohne Hirten sah, sie waren ermattet und ohne Schutz und wie er ohne weiteres die 99 stehen lassen würde um dem einen Verlorenen nachzugehen?
“Herr, brich unser Herz, für das, was dein Herz bricht!”
Warum sind diese Menschen unerreicht?
Und warum können sie nicht hören?
Wie kommen sie dazu, einmal zu hören? Was brauch es, damit sie hören?
Diese Frage stellt sich Paulus und kommt damit zum nächsten Kettenglied, indem er rhetorisch fragt:
Römer 10,14 (SLT)
Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?

2.Kettenglied: Zum Hören braucht es einen der Verkündigt.

Erklärung:
Man kann nicht hören, ohne einen Sprecher/Verkünder.
Genau so, wie es das Ohr braucht um Information zu empfangen, genau so braucht es die Schallwellen, die das Ohr erreichen sollen.
Veranschaulichung:
Stellen dir mal vor, jemand hat ein Heilmittel gegen Krebs, das er nur für sich behalten möchte. Wie viele Leben könnte er retten? Würden wir nicht alle erwarten, dass er die Informationen teilt?
Anwendung:
Wie viel mehr sollte die Menschheit dann erwarten, dass diejenigen, die das Heilmittel für ein ewiges Leben haben, diese Informationen teilen?
Die Botschaft muss verkündet werden, koste es was es wolle!
Sie muss dort verkündet werden, wo sie noch nicht verkündet wurde!
Wir verschwenden so viel an Ressoucen für Völkergruppen, die schon hunderte von Jahre das Evangelium haben.
Die Botschaft muss auch übersetzt werden. Erst da wo durch die Verkündigung Gläubige zu einer Gemeinde geformt wurden und das Wort Gottes in ihrer Sprache übersetzt wurde kann der Glaube nachhaltig für die kommenden Generationen dort bewahrt werden. Das Zeigt uns die Kirchengeschichte.
Ich will uns heute herausfordern zu überdenken wo hin wir unsere Missonalen Ressourcen schicken - es ist Zeit umzudenken.
Damit unerreichte Menschen die rettende Botschaft hören, braucht es Verkündiger.
Wie kommt es dazu, das jemand verkündigen geht? Was brauch es, damit jemand verkündigt?
Diese Frage stellt sich Paulus und kommt damit zum letzten Kettenglied, indem er rhetorisch fragt:
Römer 10,15 (SLT)
15 Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden?

1.Kettenglied: Zum Verkündigen braucht es einen Aussender.

Erklärung:
In der Antike sandten die Könige Herolde / Verkünder aus, um die frohe Botschaft ihrer Siege in der Schlacht zu verkünden.
Der ewige König Jesus hat dafür gesorgt, dass der Sieg errungen wurde. “Tod, wo ist dein Stachel ? Totenreich, wo ist dein Sieg?”
Hat unser König damals auch für Herolde gesorgt?
Mark 16:15 SLT
15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!
Zu wem sprach Jesus diese Worte?
Es waren zuerst seine 11 Jünger.
Habt ihr euch je gefragt, was sie taten, nach, oder außerhalb der Apostelgeschichte?
Matthäus:
Diente in Antioch
Leitete eine Jüdisch-Christliche Versammlung
Machte Notizen die genutzt wurden zur erstellung seines Evangeliums
Sein Vermächtnis ist das Evangelium an sich
Markus:
Sammelte und übersetzte Petrus’s Erinnerungen
Schrieb ein Evangelium
Schrieb von Rom
Besuchte und Diente in Alexandria
Lukas:
Reiste mit Paulus in Missionsreisen
Blieb bei Paulus bis zum letzten Ende
Schriebt das Evangelium und die Apostelgeschichte
Reiste in die Region Thebes und starb da
Johannes:
Schrieb sein Evangelium
Schrieb die 3 Briefe
Schrieb die Offenbarung
Lebte in Ephesus
Thomas:
Reiste nach Osten nach Edessa
Reiste bis nach Nord-Indien (manche denken sogar bis nach Süd-Indien)
Starb als Märtyrer in Indien
Wurde in Edessa begraben
Jakobus:
Führte eine Jüdisch-Christliche Versammlung in Jerusalem
wurde getötet durch ein Volksauflauf und durch Steinigung
Märtyrer = Zeuge
Andreas:
Evangelisierte in Griechenland
Bartholomäus:
Diente im östlichen, in der syrisch-sprechenden Welt
Petrus:
Weit gereist in evangelistischer Mission
Diente in Rom als Leiter
Wurde in Neros Zirkus oder Garten kopfüber gekreuzigt - der Fels der Gemeinde.
Paulus:
3 Missionsreisen
Ging sehr wahrscheinlich auf eine Missionsreise nach Spanien
Diente vor allem im Bereich des ägäischen Meeres
Wurde vor Nero geführt
Hingerichtet
Was würde die Christenheit ohne ihr Zeugnis machen?
Sie gingen, weil Jesus sie sandte.
Sie gingen in die Welt hinaus in alle Himmelsrichtungen: Nach Norden, Osten, Süden und Westen, bis an die äußersten Enden der Erde.
Sie behielten den richtigen Fokus, starben und erhielten ihren Lohn, den Siegeskranz, sie haben den guten Kampf gekämpft –
aber sie hinterließen auch ihre Nachfolger, die Männer und Frauen, die die Fackel des christlichen Glaubens empfingen und an die nächste Generation weitergaben.
Anwendung:
Wir, 2000 Jahre nach ihnen, sind JETZT diese Generation der Fackelträger und müssen uns die Frage stellen, was wir mit der Fackel machen
Es ist nicht unsere Aufgabe, Menschen zu bekehren, das kann nur Gott allein.
Unser Kontext im Römerbrief macht klar:
Die Juden hatten all dies:
Es gab Verkünder in ihrem Land, die von Jesus ausgesandt wurden, sie verkündeten, die Juden hörten - aber die Rettungskette war unterbrochen denn das Gehörte war nicht mit Glauben verbunden - sie haben dem Evangelium nicht gehorcht.
Es ist aber unsere Aufgabe, zu verkünden und darin treu zu sein.
Die Aussendung damals ist die selbe auch heute: “Geht in alle Welt..”
Grenzen müssen überschritten, Flüsse überquert, Sprachen gelernt, Kultur erworben werden, damit man klar Kommuniziert.
Die Unerreichten sind schwer zu erreichen, weil sie an schwer zu erreichenden Orten leben. Und dennoch brauchen sie das Evangelium um gerettet zu werden.

Schöne Füße

Darf ich euch jetzt eine leicht delikate Frage stellen?
Wie schön sind eure Füße? (Braucht sie mir nicht zeigen ;)
Die urchristlichen Missionare sind zu Fuß gegangen und haben dabei beträchtliche Strecken zurückgelegt – Paulus ca. 14 000 km. Die Füße sind das Glied zwischen der Sendung und der Verkündigung. Sie sind ein Hinweis auf den Fortschritt des Evangeliums von Stadt zu Stadt, von Region zu Region.
Paulus schließt seine rhetorische Fragekette mit diesem Zitat:
Römer 10,15 (SLT)
Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«
Das ist ein Zitat aus Jesaja 52,7 - da geht es um die Botschaft, das die Juden aus dem Exil zurück ins Land kommen dürfen.
Wenn schon die Füße" derer, die die Botschaft von der Rückkehr aus dem Exil überbrachten, schön waren, wie viel schöner sind dann, so deutet Paulus an, die Füße" derer, die das Evangelium von Christus verkünden.
Heute können wir leichter reisen, den je.
Wo damals Missionare ihre Särge mit an Bord des Schiffes namen als Koffer, da sie wussten, dass sie sicher sterben werden ohne zurück zu kehren, haben wir heute die Möglichkeit alle paar Jahre ein Heimataufenthalt zu planen.
Wo damals Briefe ausgetauscht wurden, die Monate lang auf Reise waren bevor sie den Adressaten erreichten ist heute selbst im letzten Jungle eine Star Link Internet Verbindung möglich um seine Liebsten anzurufen.
Es gibt keine Zeit in der es Leichter ist, in die Mission zu gehen, also zu Reisen, als in unserer.
Ich habe euch ein Bild mitgebracht von meinem Dozenten in England, der in Papua Neu-Guinea eine Gemeinde unter den Inapang gegründet hat - sie galten damals noch als Unerreicht, heute exestieren mindestens 4 gesunde,wachsende Gemeinden in der Gegend:
(Bild von kaputten Füßen, die durch den Jungle gelaufen sind)
Das sind seine Füße gewesen, als er den Jägern durch den Fluss folgte, um ihre Sprache und Kulrut zu lernen.
Ja, es kostet Opfer, es kostet ein Leben ohne westliche Standards, ohne sichere Bindungen, ohne feste Erfolgszusagen aber es ist und bleibt wahr: Die Füße derer, die losgehen sind wunderschön.
Hast du dir jemals die Frage gestellt, warum du noch lebst, nachdem du Christ geworden bist?
Der Herr könnte uns doch alle direkt zu Ihm hin entrücken, aber warum macht er das nicht?
Weil Er sagte: Matthäus 5,13 “Ihr seid das Salz der Erde… und Matthäus 5,14 “Ihr seid das Licht der Welt.... Matthäus 5,16 “So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.”
Ein Mann aus dem Stamm der “Inapang” der gerade durch das Blut Jesu reingewaschen worden war fragte den Missionar, der die gute Nachricht überbrachte einmal: “Daniel, wie lange kennt ihr in eurem Land das Evangelium schon?” Der Missinar, überlegte und bekannte bedrückt: “Wenn wir von der Reformation denken, dann 500 Jahre”. Der Einheimische wurde traurig und fragte: “Wieso hat es 500 Jahre für euch gebraucht?”
Versteht mich bitte nicht falsch, es gibt sicher viele Gründe, warum es 500 Jahre gedauert hat, bzw. sogar 2000 Jahre, wenn wir von der Entstehung der Gemeinde rechnen, aber worauf ich damit hinaus will ist eine einfache Frage:
Was tun wir und was tust du, damit diese Menschen das Evangelium hören?

Schluss

Wir sind heute der Frage nachgegangen, was es dazu braucht, dass Menschen aller Nationen gerettet werden.
Dazu haben wir uns Römer 10,12-15 angeschaut und sind zu folgendem Schluss gekommen:
Es gibt einen Sender: Jesus
Es gibt Empfänger, 3 Milliarden Menschen, die Unerreicht sind.
Aber wer ist die Schallwelle?
Es ist keineswegs so, dass ich glaube, jeder wird ein Missionar oder jeder sollte einer werden. Dennoch bete ich, dass du dein Leben um Gottes globale Absichten herum arrangierst
Ich schließe mit Jesaja 6,8
Isaiah 6:8 SLT
8 Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!
Wir haben ein Leben von ca 75 Jahren zu leben
Das sind:
900 Monate, 3.900 Wochen, 27.318 Tage
im Durschschnitt nutzen wir es für:
23 Jahre Schlaf, 16 Jahre Arbeit, 10 Jahre Bildschirmzeit, 3 Jahre kochen, 4 Jahre essen, 4 Jahre + 3 Monate im Verkehr und 5 Jahre in Social Media...
Wir haben Zeit für all diese Dinge, aber was sagt der Herr über die Zeit?
Epheser 5,16 “...kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse...”
Gibt dem Herrn deine Zeit, dein Leben, deine Ressourcen, deine Vorsorge denn er ruft mit sanftmütiger Stimme: Matthäus 8,22 “Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben!”
Wir haben nur ein Leben, und das wird schon bald vergehen, und alles was bleibt ist das, was wir für unseren König Jesus getan haben.
Sag es heute wie der Prophet Jesaja damals: “Hier bin ich, sende mich!
Amen!
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